Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch

 
Letztes Feedback
   20.08.17 04:14
   
   20.08.17 04:14
   
   20.08.17 04:14
   
   20.08.17 04:14
   
   20.08.17 04:14
   
   20.08.17 04:15
   

http://myblog.de/access-of-emotion

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Traum

Ich hab dich heut Nacht gesehen. Klar und deutlich standest du vor mir und hast mir tief in die Augen geschaut. Den Blick kannte ich schon. So siehst du mich immer an: durchdringend, verzweifelt, fast schon flehend. Deine Haare waren ein bisschen zerzaust, der Bart stoppelig, die Lippen zu einer geraden und ernsten Linie geformt. Oh wie hatte ich dich vermisst.

Mein Kopf tat weh, ich war müde. Ich hatte nicht damit gerechnet dich zu sehen, nicht schon wieder. Nicht jetzt. Ich drehte mich weg und wollte gehen, doch plötzlich fühlte ich einen Widerstand in meiner Hand. 'Bleib', batest du mich mit leiser und rauer Stimme. Ich wollte bleiben. Wollte für einen Moment alles um mich herum vergessen und einfach nur bleiben. Doch es ging nicht. Nun war ich diejenige mit dem flehenden Blick.

Dein Mund öffnete sich langsam und ich dachte nur darüber nach wie ich mich dem Augenblick entziehen konnte. Dich zu sehen war schmerzhaft genug. Ich blickte auf meine Hände herab und sah wie sie langsam anfingen zu zittern. 'Du wirst immer alles für mich sein', meintest du mit fast schon flüsternder Stimme. Ich wollte dir so gern glauben. Ich wollte deine Worte erwidern, doch nur der leiseste Versuch wurde sofort im Keim erstickt. Die Vernunft siegte.

Plötzlich verschwammst du vor meinen Augen. Ich geriet in Panik. Nicht jetzt. Noch nicht. Doch du warst schon weg und ich zurück in der Realität. Natürlich, es war nur ein Traum.

Seien wir ehrlich: Träume können ziemlich scheiße sein. Sie kennen dich in und auswendig und wissen genau wie sie dich beeinflussen können. Du fühlst dich stark, stolz darauf all den Mist der dich ewig beschäftigt hat endlich hinter dir gelassen zu haben, doch eine Nacht später wachst du auf und alles ist anders. Zumindest für eine Sekunde. Warum? Ist das eine Art Probe, ein Test um sicherzugehen dass wir auch wirklich komplett mit einer Sache abgeschlossen haben? Oder sind Träume eine Reflexion unserer Wünsche; eine Geschichte die nie zu ende geschrieben wurde? Vielleicht sind Träume aber auch einfach nur Träume. Ein Rückzugsort für all jene Gedanken, die wir uns nicht trauen laut auszusprechen.
20.4.16 00:05
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


missrebell (25.6.16 11:12)
Wow *-* du hast wirklich das Talent zu schreiben. Ich bin begeistert. Einfach Wundervoll


/ Website (7.7.16 17:39)
Hallo ,

Schöne wörte die mich berühren

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung